BellyPod #42: Suleika geht ..

.. in den Unruhestand!

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

wer kennt sie nicht – die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe. Mit diesem Song aus dem Jahr 1961 von Bill Ramsey verbinden wir nicht nur im Rhein-Main-Gebiet eine ganz besondere Tänzerin.

Suleika als Mainfest-Prinzessin mit Max Greger im Jahr 1970

Suleika als Mainfest-Prinzessin mit Max Greger im Jahr 1970 (Foto: Suleika, privat).

Schon in jungen Jahren war sie voller Energie und Tatendrang, wobei es sie immer auf die Bühne zog. So entstand der kleine Schnappschuss von 1970, der sie als Mainfest-Prinzessin mit Max Greger, dem Idol der damaligen Ballroom-Tanzszene, zeigt. Es dauerte jedoch dann noch etliche Jahre, bis sie schließlich mit süßen 50 Jahren dem Bauchtanz-Fieber verfiel. Nur kurze Zeit später nahm sie ihren Künstlernamen „Suleika“ an.

Die Tänzerin Suleika aus Groß-Gerau. Ihren Namen verdankt sie dem Song "Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe" von Bill Ramsey.

Die Tänzerin Suleika aus Groß-Gerau. Der Song „Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe“ von Bill Ramsey wurde quasi zu ihrem Markenzeichen. (Foto: Suleika, privat)

Seit 15 Jahren organisierte sie das „Varieté Oriental“ im Kulturcafé Groß-Gerau. Jede einzelne dieser Shows war einem Benefizprojekt in Groß-Gerau gewidmet. Es ist noch nicht so lange her, da habe ich zum ersten Mal über das „Varieté Oriental“ berichtet. Dieses Jahr war ich dort wieder zu Gast und durfte an der letzten „Varieté Oriental“-Show mitwirken. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge tritt Suleika, die Organisatorin der Show, zurück. Doch für ihre Abschiedsshow hatte sie ein wahres Feuerwerk an tollen Künstlerinnen zusammen gebracht. Leider hing der Fluch der Technik über der Veranstaltung. Was dem Programm keinen Abbruch tat, sondern nur die Nerven von Künstlerinnen und Publikum auf eine harte Probe stellte. Wer jedoch bis zum Ende durchhielt und über die ständigen technischen Versager hinwegsah, bekam grandiose Tanzleistung geboten. Von Raks Sharki, Oriental-Zumba, Burlesque, Zigeunertanz, Schleierphantasien bis hin zu spanisch-arabischem Hoftanz war alles dabei, was das Bauchtanz-Herz begehrt. Sogar ein kleiner Blick über den Tellerrand zum Irish Dance zeigte, dass Tanz einfach universell ist.

Viele Tänzerinnen von nah und fern tanzten bei Suleikas letztem "Varieté Oriental".

Viele Tänzerinnen von nah und fern tanzten bei Suleikas letztem „Varieté Oriental“ (Foto: Dr. E. Schütz).

Ein bunter Reigen von Tänzerinnen und Gruppen – Kira Asmahan mit ihrem Ensemble Masarrah, Stella und Panterinya, die Gruppe Saraab, Sina, Pilar, Ánatha und ihre Gruppe El Nur, Celtic Rocks-Irish Dancing, Karima Monaim, Aziza und ihr Ensemble Amira, Ginni, Naheda, Rebecca Dance mit ihrem Ensemble Tamani, Chiara Naurelen sowie Gastgeberin Suleika mit ihrer Gruppe Al-Suhur –  gaben ihr Können zum Besten und zauberten trotz der widrigen Umstände immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer.

Und das Suleika alles andere als zum alten Eisen gehört, zeigte sie selbst bei ihrem Tanz sowie gemeinsam mit ihrer Gruppe „Al-Suhur“. Auch wenn sie mit Bühnenauftritten in der Zukunft etwas kürzer tritt und das „Varieté Oriental“ an den berühmten Nagel hängt, denkt sie noch lange nicht ans tänzerische Ende. Sie wird weiterhin das Tanzbein schwingen und sich mit dem Tanz jung und fit halten.

Die Musik dieser Sendung stammt von der CD „Magic Rhythms and the world keeps dancing“ von Sayed Balaha und ist natürlich gemafrei. In der nächsten Ausgabe werde ich wieder etwas vom Bundesverband für orientalischen Tanz e.V. (BVOT) berichten. Ich war dieses Jahr auf dem Kongreß und konnte viel Material aufnehmen, dass ich so nach und nach senden werden.

Tschüß und bis bald

Eure Chiara Naurelen

BellyPod #41: Der Meister der Trommel – Guy Schalom

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

mit diesem Podcast eröffne ich die Rubrik „Musiker im orientalischen Tanz“. Was wäre unser Tanz ohne die passende Musik? Dazu braucht es Leute, die uns diese Musik komponieren, spielen und gestalten. Einer dieser Musiker ist Guy Schalom, ein wahrer Meister der Trommel. Er hat sich der orientalischen Musik und vor allem dem Baladi verschrieben. Mit seiner Musik reist er rund um die Welt. In Workshops und Vorträgen gibt er Einblicke in die Struktur der orientalischen Musik und auf Shows erfreut er uns Tanzende mit rasanten Trommelstücken.

Guy Schalom mit Musikerkollege Magdy Manga am Akkordeon bei "A Show to remember" 2016 in Offenbach.

Guy Schalom mit Musikerkollege Magdy Manga am Akkordeon bei „A Show to remember“ 2016 in Offenbach.

Ich traf ihn letztes Jahr bei der Show „A Show to remember“, organisiert von Angelina, in Offenbach, wo dieses Interview dann entstand. Many thanks to you, Guy Schalom! Die Musik der heutigen Sendung wurde übrigens live von Guy Schalom und Magdy Manga am Akkordeon eingespielt und ist ein Mitschnitt von der „Show to remember“.

Und wer von Guy Schalom und seiner Musik nicht genug bekommt – seine Musik kann man käuflich erwerbern, bspw. über Spotify oder als CD direkt bei ihm. Seine Musik ist übrigens Gemafrei!

In seinem Youtube-Channel könnt Ihr Euch auch sehr schöne Videos anschauen, in denen Guy Schalom das Wesen und die Struktur der Musik erklärt. Sehr sehenswert!

So, das war’s dann wieder. Genießt den Sommer und das schöne Wetter und freut Euch auf die nächste Ausgabe. Dann gibt es einen Showbericht vom Varieté Oriental aus Groß-Gerau.

Tschüß und bis bald

Eure Chiara Naurelen

BellyPod #40: Im Portrait – Shazadi Simone Paulyn

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

heute kommt endlich das schon länger angekündigte Portrait über Shazadi Simone Paulyn.

Ich habe Shazadi während meiner BATO-Ausbildung kennen und schätzen gelernt. Neben ihrer Tanzleidenschaft ist sie ausgebildete Physiotherapeutin. In dem BATO-Wochenendseminar zur Anatomie war sie daher nicht nur für mich eine wertvolle Dozentin. An diesem Wochenende habe ich ganz viel und vor allem sehr viel praktisches über die Anatomie des Menschen im Tanz wie in der Bewegung gelernt. Vielen Dank dafür an Shazadi!

Shazadi Simone Paulyn - Tänzerin, Physiotherapeutin und Buchautorin.

Shazadi Simone Paulyn – Tänzerin, Physiotherapeutin und Buchautorin.

Aber in Shazadi steckt nicht nur die orientalisch tanzende Physiotherapeutin, sondern auch eine versierte Buchautorin.

Unser knöcherner Begleiter durch den BATO-Workshop Anatomie.

Unser knöcherner Begleiter durch den BATO-Workshop Anatomie.

Unsere Füße - die wichtigsten Gliedmaßen für uns Tanzende. Sie tragen uns, sie lassen uns schweben und sind doch individuell wie wir.

Unsere Füße – die wichtigsten Gliedmaßen für uns Tanzende. Sie tragen uns, sie lassen uns schweben und sind doch individuell wie wir.

Da das Interview bereits vor einiger Zeit aufgezeichnet wurde, freue ich mich, dass ich jetzt auch den Titel des neuesten Buches von Shazadi Simone Paulyn mitteilen kann: es heißt „Phantasiereisen ins Reich des Beckenbodens“ und ist als E-Book erhältlich.

So, das war’s mal wieder für heute. Die Musik der heutigen Sendung stammt von der CD „Cihangir’s Black Bird“ des Berliner Ausnahmekünstlers Cihangir und ist direkt bei ihm erhältlich.

Tschüß und bis bald

eure Chiara Naurelen

BellyPod #39: BATO-Prüfungen 2017 – ein Erlebnisbericht

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

nach einigen turbulenten Wochen mit Umzug, BATO-Prüfungen, Erkältungen und sonstigen kleineren Hindernissen, wie z. B. das mein Aufnahmegerät im Umzugschaos verschwunden war, melde ich mich zurück mit einem neuen Podcast. Diesmal gibt es einen Erlebnisbericht von den BATO-Prüfungen beim Bundesverband für orientalischen Tanz am 21. und 22. Januar 2017. Erlebnisbericht deshalb, weil ich einer der drei angemeldeten Prüflinge war. In diesem Podcast habe ich nun meine Eindrücke und Erlebnisse von der BATO-Ausbildung sowie den abschließenden Prüfungen zusammengefasst.

Die Prüferinnen Nadine Bernhard, Heike Kuhaupt und Abeer Will hatten sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe.

Die Prüferinnen Nadine Bernhard, Heike Kuhaupt und Abeer Will hatten sichtlich Spaß an ihrer Aufgabe.

DANKE an alle, die im Bundesverband für die Ausbildung verantwortlich sind – an alle Organisator/innen, Dozent/innen und Prüfer/innen. Ihr macht einen tollen Job und es hat eine Unmenge Spaß gemacht daran teilzunehmen!

Baladi vom Feinsten mit Mellany Amar bei ihrem Prüfungstanz Folklore.

Baladi vom Feinsten mit Mellany Amar bei ihrem Prüfungstanz Folklore.

Trotz der Prüfungssituation hatten aber auch wir Prüflinge total viel Spaß an diesem Abend. Auch die Tanzenden im Rahmenprogramm haben für gute Stimmung gesorgt.

Einen sehr schönen Raks Sharki als Prüfungstanz gab es von Chiara Naurelen.

Einen sehr schönen Raks Sharki als Prüfungstanz gab es von Chiara Naurelen.

Das Publikum war großartig und hat uns super unterstützt!! Euer Einsatz hat viel zu der guten Stimmung beigetragen.

Hanan Kadur bei ihrem Folklore-Prüfungstanz - Muwashah - in einem selbstentworfenen und gefertigten Kostüm.

Hanan Kadur bei ihrem Folklore-Prüfungstanz – Muwashah – in einem selbstentworfenen und gefertigten Kostüm.

Am Ende darf ich dem Podcast noch vorwegnehmen, dass wir alle drei – Hanan Kadur, Mellany Amar und ich – die Prüfungen bestanden haben!

Shibani Deshmuk und ihre Gruppe Bollywood-Tanz im OTpur gehörten zu der großen Zahl an Tänzer/innen, die uns Prüflinge im Rahmenprogramm unterstützten.

Shibani Deshmuk und ihre Gruppe Bollywood-Tanz im OTpur gehörten zu der großen Zahl an Tänzer/innen, die uns Prüflinge im Rahmenprogramm unterstützten.

Das Programm des Abends war buntgemischt von Bollywood über orientalische Stile bis hin zu einem sehr schönen Modern Dance. Die Prüfungstänze wurden umrahmt von Darbietungen der Schülergruppen und Dozentinnen des OTpur in Frankfurt. Das OTpur mit Studioinhaberin Mellany Amar feierte an diesem Abend außerdem sein 9jähriges Bestehen.

Vom Bundesverband tanzte Zohar und ganz zum Schluss gab es noch zwei wunderbare Tänze der Prüferinnen Nadine Bernhard sowie Abeer Will.

Nicht nur als Ansprechpartner am Bundesverbands-Stand, sondern auch tanzend unterstützte Vorstandsmitglied Zohar die diesjährige BATO-Prüfung.

Nicht nur als Ansprechpartner am Bundesverbands-Stand, sondern auch tanzend unterstützte Vorstandsmitglied Zohar die diesjährige BATO-Prüfung.

Und nun bin ich wieder am Ende angelangt. Die Musik der heutigen Sendung stammt von den „Very Cairo“-CDs Nr. 1 und Nr. 2 von Ludmilla Schuhbauer und Monika Kaiblinger-Ickert vom „Zentrum für Orientalischen Tanz München„. Die CDs sind im BVOT wie auch direkt bei Monika und Ludmilla erhältlich und sind natürlich gemafrei.

Ich werde von nun an versuchen etwas regelmäßiger zu senden und wünsche Euch allen erst mal eine schöne, tanzreiche Zeit.

Tschüß und bis bald Eure

Chiara Naurelen

BellyPod #38: A Show To Remember!

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen Podcast mehr senden, aber ich werde Euch doch noch etwas Futter für die Ohren geben.

Heute gibt es einen kleinen Showbericht. Im Rahmen des Dance-Date-Frankfurt durfte ich am 21. Oktober die Show mit dem eingängigen Titel „A Show To Remember“ genießen. Und ja, ich habe es wahrlich genossen!!

Julia Torgonska begeisterte das Publikum mit einem Baladi und animierte zum Mittanzen.

Julia Torgonska begeisterte das Publikum mit einem Baladi und animierte zum Mittanzen.

Bei dem großen Angebot an Shows quer durch Deutschland kann man das nicht immer sagen. Manchesmal wird man bzw. frau doch enttäuscht, wenn man den großen Ankündigungen auf den Plakaten folgt. Doch diese Show hielt wahrlich, das was sie versprach – eine „Show To Remember“!

Die "Mirabesque Showgirls" mit einem wunderschönen Isis-Wings-Tanz.

Die „Mirabesque Showgirls“ mit einem wunderschönen Isis-Wings-Tanz.

Eigentlich wollte ich mich an diesem Wochenende eher schonen und mein lädiertes Bein ausruhen, doch Angelinas email hatte mich neugierig gemacht. Ich hatte schon vor Wochen vom „DanceDate Frankfurt 2016“ gehört und gelesen, nur hatte ich eigentlich keine Zeit an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Sehr spontan konnte ich mir aber dann doch ein bisschen Zeit nehmen – und ich bin sehr froh darüber, denn die Show entpuppte sich als wahrer Diamant in der Bauchtanz-Szene.

Gastgeberin Angelina überzeugte mit Witz und Charme.

Gastgeberin Angelina überzeugte mit Witz und Charme.

Das Programm war auf alle Fälle äußerst sehens- und hörenswert. Die Gaststars Julia Torgonska aus der Ukraine und Yaël Zarca aus Frankreich versprachen Tanzgenuß auf höchstem Niveau und die Musiker Guy Shalom und Magdy Manga Live-Musik vom Feinsten. Abgerundet wurde das Programm durch Auftritte von Nina Teza, ihrer Gruppe „Mirabesque Showgirls“, Asmaa, Nastja Marin, Ann-Cathrin Obinyan, Elena, Zoraya La Ló, Karioca sowie Gastgeberin Angelina und ihrer Grupp „Bellyrinas“.

Street Shaabi vom Feinsten mit Karioca aus Spanien.

Street Shaabi vom Feinsten mit Karioca aus Spanien.

Die Musik der heutigen Sendung ist ein Live-Mitschnitt der Stücke von Guy Schalom an der Tabla und Magdy Manga am Akkordeon. Übrigens – die Musik von Guy Schalom ist gemafrei! Und im nächsten Jahr wird es einen BellyPod mit Guy Schalom geben. Freut Euch drauf!

Yaël Zarca aus Frankreich zeigte einen Tet-Baladi zur Live-Musik von Guy Schalom und Magdy Manga.

Yaël Zarca aus Frankreich zeigte einen Tet-Baladi zur Live-Musik von Guy Schalom und Magdy Manga.

Das wars dann für dieses Jahr – der BellyPod verabschiedet sich in eine kleine Winterpause. Den nächsten gibt es erst im neuen Jahr und das leider auch erst im Februar, da ich mitten im Umzug und in den Prüfungsvorbereitungen für meine BATO-Abschlussprüfung beim Bundesverband für Orientalischen Tanz e.V. stecke.

Wer Lust und Zeit hat darf gerne zur Studio-Show von Mellany Amar im OT-pur am 21.01.17 kommen, denn im Rahmen der Show erfolgt die tänzerische Abschluss-Prüfung! Mit mir sind noch Mellany Amar und Hanan Kadur als Prüflinge dabei. Einlass ist ab 18.30 Uhr und um 19 Uhr geht es los! Die Veranstaltung kostet 5 Euro (nur Abendkasse), keine Sitzplatzgarantie, Sitzkissen/Bodenkissen können/dürfen mitgebracht werden!

Nun wünsche ich Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Tschüß

Eure Chiara Naurelen

 

BellyPod #37: Warm-up – muss das sein?

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

kaum eine Trainingskomponente wird so kontrovers angesehen wie das Warm-up. Da gibt es die Verfechter/innen, die sagen „Warmtanzen reicht“ und auf der anderen Seite diejenigen, die sagen „ein ausgiebiges Warm-up muss sein“. Was denn nun?

Ja, auch ich gehörte zu denjenigen, die mit einem kurzen Eintanzen zufrieden waren und dies auch so in das eigene Training übernommen hatten. Bis ich mich näher damit beschäftigt hatte und es mir klar wurde, dass ich viele Jahre meinen Körper ziemlich traktiert hatte. Ein Warm-up ist durchaus sinnvoll und stellt den Körper auf die nachfolgende Belastung, nämlich das Tanzen, ein. Durch ein Warm-up kann ich auch eine Gruppe auf den Tanz einstimmen und aus dem Alltag abholen. So gesehen erfüllt das Warm-up auch noch andere Zwecke, als „nur“ das reine körperliche Warmwerden der Muskulatur.

Lenajaan und Partnerin beim Kalbeliya, einem sehr schnellen Zigeunertanz aus Rajastan, bei der "Nilfahrt auf dem Rhein". Ein unaufgewärmter Körper könnte diese Art des Tanzes nicht in dieser Perfektion ausführen.

Lenajaan und Partnerin beim Kalbeliya, einem sehr schnellen Zigeunertanz aus Rajastan, bei der „Nilfahrt auf dem Rhein“. Ein unaufgewärmter Körper könnte diese Art des Tanzes nicht in dieser Perfektion ausführen.

Allerdings ist das Warm-up auch Veränderungen unterworfen. Was vor 10 oder 20 Jahren noch für förderlich und wichtig angesehen wurde, um einen Körper optimal aufzuwärmen hat sich im Laufe der Zeit als kontraproduktiv erwiesen. Vor allem das Dehnen oder auch Stretching ist mittlerweile in vielen Sportarten für das Aufwärmen verpönt. Neuester Ansatz ist hier das sogenannte Faszien-Training. Zum Dehnen hat der Hessische Rundfunk auf seiner Webseite auch einen interessanten kurzen Beitrag veröffentlicht. Und auf den Webseiten „Jo tanzt“ sowie „Bellyscience“ kann man sich etwas ausführlicher über das Warm-up informieren.

Tanz in Perfektion - Eliana aus Offenbach. Ein professionelles Warm-up mit Cardio, Ballett-Übungen und Bauchmuskeltraining ist bei diesem Niveau ein Muss.

Tanz in Perfektion – Eliana aus Offenbach. Ein professionelles Warm-up mit Cardio, Ballett-Übungen und Bauchmuskeltraining ist bei diesem Niveau ein Muss.

Die Musik dieser Sendung ist gemafrei und stammt von der CD „El Prince“ von Sayed Balaha in Zusammenarbeit mit Said el Amir und ist über die „Jomdance„-Seite zu beziehen. Sie beinhaltet ein komplettes Warm-up sowie kurze Musikstücke zu verschiedenen Rhythmen, die für Trainingszwecke geeignet sind und zwei vollständige Raks-Sharki-Stücke.

Ich werde mich für die nächsten Monate erst einmal abmelden, da ich mich auf die BATO-Prüfungen zur Tänzerin und Trainerin im Januar vorbereiten werde und zeitgleich auch noch umziehe. Da bleibt für den BellyPod leider nicht viel Zeit übrig. Allerdings versuche ich vor Weihnachten noch einen kurzen Podcast fertig zu bekommen. Im neuen Jahr werde ich mich dann mit vielen tollen Themen zurückmelden und den BellyPod auch wieder häufiger online bringen.

Bis dann wünsche ich Euch allen eine schöne Zeit …

Tschüß, Eure Chiara Naurelen

BellyPod #36: Die innere Kraft der Frau …

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

die innere Kraft der Frau – darüber hat Gaby Mardshana Oeftering ein sehr anschauliches Buch geschrieben. Es handelt über den Zusammenhang zwischen Beckenboden und Bauchtanz. Nun, Beckenboden und als weiteres die Schwangerschaft, das sind zwei Themen, die eigentlich nicht wirklich was mit Tanzen zu tun haben. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Für Tänzerinnen und insbesondere orientalische Tänzerinnen sind diese beiden Aspekte der Frau jedoch sehr wohl ziemlich wichtig.

Gaby Mardshana Oeftering ist zudem auch die erste orientalische Tänzerin, die sich intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt hat. Sie arbeitet mit Ärzten und Hebammen zusammen und begleitet Schwangere auf ihrem Weg zur Geburt.  In ihrem Buch „Die innere Kraft der Frau – Beckenboden und Bauchtanz“ hat sie ihr Wissen zusammengetragen. In kompakter Form kann man sich schon mal bei den Seminaren „Beckenboden“ und „Orientalischer Tanz für Schwangere“ beim BVOT informieren.

Gaby Mardshana Oeftering während des BATO-Workshops in Frankfurt.

Gaby Mardshana Oeftering während des BATO-Workshops in Frankfurt.

Das nächste Thema im BellyPod wird dann das Warm-Up sein. Und dieses Mal werde ich mir nicht mehr so lange Zeit lassen, bis der nächste BellyPod online geht.

Selber ausprobieren ist wichtiger Bestandteil des Workshops "Bauchtanz mit Schwangeren".

Selber ausprobieren ist wichtiger Bestandteil des Workshops „Bauchtanz mit Schwangeren“.

Die Musik der heutigen Sendung war von der CD „Very Cairo Vol.3 – Kings Favourite“ und ist natürlich gemafrei. Sie ist bei Ludmilla Schuhbauer und Monika Kaiblinger-Ickert im ZeOT in München zu erwerben.

Das war’s dann mal wieder.

Tschüß und bis bald

Eure Chiara Naurelen

 

BellyPod #35: Im Portrait – Afritah

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

mein Gast in diesem Podcast ist Afritah, Tänzerin und Dozentin aus Hamburg. Ich habe sie bei einem BATO-Workshop im OT-pur kennengelernt, wo sie mich mit ihrer Energie förmlich umgehauen hat. Afritah bedeutet „kleiner Kobold“ und sie wird ihrem Namen mehr als gerecht. Geboren in den USA vereint sie in sich die alte und die neue Welt.

Afritah beim BATO-Workshop im OT-pur. Wir hatten verdammt viel Spaß an diesem Wochenende!

Afritah beim BATO-Workshop im OT-pur. Wir hatten verdammt viel Spaß an diesem Wochenende!

Seit über 30 Jahren lebt Afritah den orientalischen Tanz. Ihre frech-fröhliche Ausstrahlung mit einer Menge Temperament sowie einer gehörigen Portion Weiblichkeit kennzeichnet ihren Tanzstil und ihre Art zu unterrichten.

1986 gründete sie mit ihren Kolleginnen Jalilah und Zafirah die Tanzgruppe „Karawane“, die wegweisend wurde für viele Gruppen orientalischer Tanz hier in Deutschland. Die meisten von euch werden Jalilah von ihrer CD-Reihe her kennen, die zum Standard-Repertoire einer orientalischen Tänzerin, nicht nur in Deutschland, zählen.

Afritah ist mit Jalilah und Zafirah Wegebereiterin in der orientalischen Tanzszene in Deutschland und ich bin sehr stolz darauf, dass sie mir heute an meinem Mikrofon ein paar Fragen beantwortet.

     Afritah – der „kleine Kobold“ (Archivbild Afritah).

Vielen Dank an Afritah für dieses schöne Interview. Ich freue mich schon darauf, dich bald mal wiederzusehen, damit wir unser Gespräch fortführen können. Vor allem bn ich auf all die Anekdoten gespannt, die du zu erzählen hast und die einfach mal festgehalten werden wollen. Jetzt bin ich aber wieder am Ende des Podcasts angelangt. Die Musik der heutigen Sendung war von der CD „Alwan min alsharq“ von Bassam Ayoub und ist natürlich gemafrei. Bassam Ayoub besitzt ein Tonstudio in Wiesbaden. Dort kann man auch eigene Tanzmusik aufnehmen, verändern oder zusammenstellen lassen.

Jetzt wünsche ich Euch allen noch einen schönen Frühling.

Tschüss und bis bald Eure Chiara Naurelen

BellyPod #34: Rhythmen Teil 3

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

ich hoffe, Ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr. So turbulent, wie 2015 für mich zuende gegangen ist, genieße ich den ruhigen Beginn von 2016 und bin gespannt darauf, was das Jahr alles für mich bringen wird.

Der Start ins Tanzjahr begann für mich mit dem „TrommelTanzTreff“ in Frankfurt bei Mellany Amar im OT-pur. Frei nach dem Motto „Learning by doing“ brachte Pina Bilello, Trommlerin und Tänzerin in Mellany Amars „Ensemble OT-pur“ mir und grob geschätzt zwanzig anderen Frauen die Kunst des Trommelns nahe. In lockerer Atmosphäre probierten wir Schlagtechniken und die ersten Rhythmen aus. Dabei wurde eine Menge experimentiert und improvisiert. Auf alle Fälle hatten wir alle einen Riesenspaß und freuen uns schon auf das nächste Mal.

Mellany Amar beim Live-Trommelsolo mit Pina Bilello an der Tabla.

Mellany Amar beim Live-Trommelsolo mit Pina Bilello an der Tabla.

Die heutige Ausgabe dreht sich dann auch wieder um die Vielfalt der orientalischen Rhythmen. In den vorhergegangenen Rhythmus-Podcasts habe ich überwiegend die gängigsten Rhythmen vorgestellt, die jede Tänzerin und jeder Tänzer kennen sollte. Heute hören wir uns eine Reihe von etwas ausgefalleneren Rhythmen an, die uns als Tanzende auch begegnen können. Insbesondere, wenn zur Live-Trommel getanzt wird, sollte man in der Lage sein, den Rhythmus, so „schräg“ er auch sein mag, annähernd zu identifizieren.

Die Rhythmen in diesem Podcast haben wir Tanzenden alle schon einmal gehört, selbst wenn uns der Name gar nichts sagen sollte.

Rhythmuspädagoge Burkhard Schwier unterrichtet beim Bundesverband für Orientalischen Tanz.

Rhythmuspädagoge Burkhard Schwier unterrichtet beim Bundesverband für Orientalischen Tanz.

Die verwendeten Beispiele sind natürlich gemafrei. Mein Dank gilt Burkhard Schwier, der die meisten Stücke eingespielt hat. Aber auch Rhythmen von Rhythmus-CDs kamen zum Einsatz, wie bspw. die CD „Dum Tak“ vom Bundesverband für orientalischen Tanz e.V. (BVOT).

Wer sein Wissen um die orientalischen Rhythmen vertiefen möchte, dem empfehle ich die Anschaffung verschiedener Rhythmus-CDs. Es gibt ausgezeichnete CDs von Hossam Ramzy, von Ibrahim Abu Hassan, von Issam Houshan oder anderen Trommelvirtuosen. Auch der Bundesverband (BVOT) hat zwei eigene Rhythmus-CDs im Angebot.

Ich wünsche Euch dann noch einen tanzreichen Restwinter.

Tschüß und bis bald

Eure Chiara Naurelen

BellyPod #33: Nadine in Ägypten

Hallo, Merhaba und Salam Aleikoum,

Manchmal ist der Zufall der beste Moderator und hätte ich nicht zufällig mein Aufnahmegerät dabei gehabt, weil ich ein völlig anderes Thema im Sinn hatte, so wäre dieser Podcast nicht entstanden. Was wiederum sehr schade gewesen wäre.
Tanzen in Ägypten – das ist ein Traum, den viele Tänzerinnen haben, die mehr wollen. Allerdings ist es auch ein Traum, der nur für ganz wenige in Erfüllung geht. Nadine Bernhard ist eine dieser Tänzerinnen, die es geschafft haben, im Land am Nil Fuß zu fassen. Ich habe Nadine bei einem BATO-Workshop in Frankfurt getroffen und in der Mittagspause hat sie ein bisschen von ihrem Alltag in Ägypten erzählt und auch davon, das nicht alles Gold ist, was glänzt, sondern das hinter der Glitzerwelt viel harte, kontinuierliche Arbeit steckt und man auch Enttäuschungen erleben kann.

(Foto: privat Archiv Nadine Bernhard)
Vielen Dank an Nadine Bernhard für die Einblicke in die ägyptische Tanzwelt bei diesem sehr spontanen und ungeplanten Interview.

(Foto: Fotohyna und Birgit Hyna)
Die Musik, die ihr heute gehört habt, stammt von der CD „Oriental Fantasy, Valley of the Kings“ von Beata und Horatio Cifuentes und ist natürlich gemafrei.
In der nächsten Ausgabe des BellyPod wird die Serie um die orientalischen Rhythmen weitergeführt. Jetzt wünsche ich euch eine schöne Weihnachtszeit und einen unfallfreien Rutsch ins neue Jahr.
Merry Christmas, frohe Weihnacht und Noeliniz Ve Yeni Yiliniz Kutlu Olsun

Tschüss und bis bald Eure
Chiara Naurelen